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>> english version Kurzvita
GUDRUN SIDONIE OTTO ist mit ihrer ausdrucksstarken Bühnenpräsenz und ihrer stilsicheren Darbietung gleichermaßen auf der Opernbühne wie in der Alten-Musik-Szene zu hause. Auch in den Bereichen Klassisches Lied und zeitgenössische Musik kann die junge Sopranistin beachtliche Erfolge feiern. Von der Kritik wird immer wieder ihr „hell-feminines Edeltrimbe“ (FonoForum 9/10), „ihr frischer und zugleich warmer Sopran“ (Opernglas 2009) und ihr „wunderbar lyrischer Schmelz und locker-leichte Koloraturen, wie von der Perlenschnur gezogen“ (Thüringer Allgemeine Zeitung 2008) hervorgehoben.
Ausbildung
Die Grundlage für ihre vielseitige künstlerische Arbeit legte Gudrun Sidonie Otto mit einer weitgefächerten und soliden Ausbildung in den Fächern Gesang, Violine, Klavier sowie Chor- und Orchesterdirigieren am Spezialgymnasium für Musik und dem Robert-Schumann-Konservatorium in Zwickau und an der Dresdner Musikhochschule. 1998-2004 absolvierte sie ein Gesangstudium an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar u.a. bei Mario Hoff sowie bei Mira Zakai in Tel Aviv. Ihre Ausbildung ergänzte sie durch Unterricht bei Klessie Kelly, Ingrid Figur, Richarda Merbeth, Renate Biskub, Sylvia Greenberg (Oper), Dorothee Mields, (Barockgesang), Margit Legler, Reinhold Kubik (Barockgestik/Stilistik), Karl-Peter Kammerlander und Julian Pike (Lied). Noch während ihres Studiums sang sie 2004 als Stipendiatin an der Komischen Oper Berlin die Rolle der Iris in der Telemann-Oper „Pastorelle“ (szenische Erstaufführung) als Partnerin von Jochen Kowalski. 2007 war sie 1. Preisträgerin des internationalen Gesangswettbewerbs Schloss Rheinsberg und 2008/09 Stipendiatin der deutsch-österreichischen Vössing-Stiftung.
Opernengagements
Ihr erstes Festengagement führte sie von 2004 - 2006 an die Landesbühnen Sachsen, wo sie u.a. in den Partien wie Zerlina, Gretel (Hänsel und Gretel), Ännchen (Freischütz), Lauretta, Stasi (Czárdásfürstin), Anna (Musical), Pamina, Sorge (Faustszenen), Iduna (Feuerwerk), Briefchristel (Vogelhändler) sowie in Konzerten und Revuen zu erleben war. Von 2007 - 2010 gastierte sie an diesem Haus als Adele, Ännchen, Stasi und Serpetta (Magd als Herrin).
Weitere Gastspiele führten sie u. a. mit den Partien Adele und Olympia (Hoffmanns Erzählungen) an die Staatsoper Hannover und als Blonde (Entführung aus dem Serail) an das Theater Würzburg, das Staatstheater Nürnberg und das Opernhaus Halle. Darüber hinaus sang sie die Titelpartie in Lortzings Undine, Ännchen, Serpina (Gärtnerin aus Liebe), Ottilie (weißes Rössel) sowie Gretel u. a. am Théâtre de Picardie/Frankreich und am Staatstheater am Gärtnerplatz in München. Bei den Händel-Festspielen Halle gab sie 2008 die Dido (Purcell/ Dido and Aeneas) und im Konzerthaus Berlin seit 2008 die Rolle der Hermia (Feenzauber) und Blaue Fee (Dornröschen/ Respighi), sowie 2010 die Popentochter (Schostakowitsch). 2008 war sie als Fortuna/Allegrezza/Venere in Legrenzis „Il Giustino“ in einer Übernahme der Schwetzinger Festspiele am Grand Théâtre de la Ville Luxembourg. 2009 sang sie die Titelpartie in der deutschen Erstaufführung der Oper Gloria von Jaxtberg von HK Gruber in Berlin und Hannover. Bei den Internationalen Herrenchiemsee Festspielen 2010 gab sie ihr Debüt als Papagena unter Enoch zu Guttenberg. 2011 singt sie die Dalinda (Ariodante/Händel) in einer Inszenierung von Kobie van Rensburg u.a. in München, Villach und Winterthur.
Alte Musik
Neben ihrer Operntätigkeit ist Gudrun Sidonie Otto sehr aktiv im Bereich der Alten Musik. So war sie bisher bei renommierten Festivals wie dem Schleswig-Holstein-Musikfestival, dem Oregon-Bach-Festival, dem Europäischen Musikfest Stuttgart, dem Holland Festival, den Telemann-Festspielen Magdeburg, den Dresdner Musikfestspielen, den Händel-Festspielen in Halle und Göttingen, den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci, dem Güldenen Herbst Thüringen, den Tagen Alter Musik Regensburg und Herne, den Hamburger-, Thüringer- und Stuttgarter Bachwochen, den Barocktagen Varazdin und vielen anderen zu Gast. Sie arbeitete mit Dirigenten wie Gabriel Fels, Robert Griton, Peter Gülke, Ludwig Güttler, Wolfgang Katschner, Sir Neville Marriner und Helmuth Rilling, verbunden mit zahlreichen Funk- und Fernsehaufnahmen. 2010 war sie mit Bach-Kantaten im Konzerthaus Wien unter Luca Pianca und im Rahmen der Bach-Nacht des Gewandhauses Leipzig zu hören. Bei den Internationalen Herrenchiemsee Festspielen 2010 sang sie das Eröffnungskonzert mit Bachkantaten unter Enoch zu Guttenberg. Seit 2009 führen Tourneen mit Thomas Hengelbrock die junge Solistin u.a. nach Gent, Basel, Metz sowie in renommierte Musikzentren wie Alte Oper Frankfurt, Konzerthaus Wien, Festspielhaus Baden Baden oder Beethovenfest Bonn etc. 2011 gibt sie in Schumanns Missa sacra ihr Debut in Monte Carlo und bei den Salzburger Festspielen unter Ivor Bolton mit Bachs h-moll-Messe.
Diskographie
Gudrun Sidonie Ottos besondere Liebe gilt dem Szenischen Liederabend, u.a. mit dem Hammer-flügelspieler Wolfgang Brunner. In dieser Besetzung erschien 2009 eine vielbeachtete Solo-CD mit Mendelssohn-Liedern bei Hänssler-Profil. Zu weiteren CD-Einspielungen u.a. mit Cantus Thuringia, der Salzburger Hofmusik und dem Ensemble Amarcord, mit denen sie eine enge Zusammenarbeit verbindet.
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